Andacht aus unserem Gemeindebrief Oktober, November 2022

Andacht aus unserem Gemeindebrief Oktober, November 2022

Liebe Leserin und lieber Leser,

Willkommen!
Eine Einladung flattert ins Haus, in den Briefkasten, genauer gesagt. Wie schön! Ich bin eingeladen zu einem Geburtstag! Etwas kleiner wollen wir feiern, steht auf der Karte… Aber umso persönlicher.


Ich freue mich über die Einladung. Gast zu sein, finde ich kostbar. Jemand lädt mich in sein Zuhause… Für eine Weile darf ich Platz nehmen und bin willkommen. Jemand hat sich vorbereitet und für mich und andere gesorgt. Ein schönes Gefühl.


Wie kostbar, nicht immer alles selber bereiten zu müssen und eingeladen
zu sein.


„Wir sind eingeladen zum Leben, unser Gastgeber ist Gott“, ist ein Lied, das Kinder und manchmal auch Erwachsene gerne singen. Wir sind zu Gast auf unserer Welt. Wir sind eingeladen zu leben als Gäste auf Zeit. Wir sind zu Besuch, sozusagen auf unserer Welt und in eine vorbereitete Welt eingezogen.

Vor uns waren Gäste hier und nach uns leben auch Gäste in unserer Stadt, in unseren Straßen, in unseren Wohnungen. Sie gehen auf unseren Wegen, sie sehen die Bäume, das Meer. Nichts gehört uns. Es ist uns alles nur geliehen. Manchmal kommt mir das aus dem Sinn, dass ich zu Gast bin. Je nachdem, wo wir geboren werden, ist der Tisch reichlich, bescheiden oder mit sehr Wenigem gedeckt. Manche Tische sind leerer geworden in dieser Zeit, und Sorgen wachsen.


Komm, Herr Jesus, sei Du unser Gast! Dieses alte Gebet fällt mir ein… Und ich wünsche mir, dass uns von Gott Zuversicht zuwächst. Ich wünsche mir, dass Gott Gast ist in unserem Gastleben und es uns gelingt, mit Gottes Hilfe achtsam zu leben. Achtsam mit Tieren, der Luft, den Wiesen und dem Meer. Ich wünsche mir, dass wir mit Respekt auf unserer Erde leben und das, was wir zum Leben vorfinden, achten.


Erntedank sagen wir danke für das, was wir zum Leben haben. Unsere Kirche wird wieder wunderschön geschmückt sein. In der Dankbarkeit für das, was ist, können der Blick und das Herz sich öffnen für Menschen, deren Tische leerer sind. Hier in Deutschland, auf unserer Welt. Die Kollekte im Erntedank-Gottesdienst ist für Brot für die Welt. Lassen Sie uns geben, was uns möglich ist, damit Menschen überleben.


Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit! Seien Sie behütet!


Kirstin Mewes-Goeze

Sie haben Fragen, Wünsche oder Anregungen? Rufen Sie uns gern im Kirchenbüro an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

    Neueste Beiträge

    Teile diesen Beitrag